Twick.it – die Erklärmaschine
Twitter und Wikipedia sind aus der Welt des Internets nicht mehr wegzudenken. Zwei wichtige Eigenschaften der beiden Dienste finden sich im Service Twick.it – eine Online-Enzyklopädie in 140 Zeichen zum Mitmachen…
Die Idee für Twick.it entstand, als die beiden Siegener Markus Möller und Sean Kollak – begeistert vom Potential von Twitter als „Wikipedia der Nachrichten“ – sich den Kopf über eine Killer-Applikation zerbrachen, mit der sie „das Internet revolutionieren und ganz nebenbei steinreich, unabhängig und berühmt werden könnten“ (so der O-Ton von Kollak auf Twick.it). Das Ergebnis der Überlegungen: Eine „Erklärmaschine“, auf der sich max. 140 Zeichen lange, von Nutzern erstellte und bewertete Begriffsdefinitionen – so genannte „Twicks“ – finden.
„Twick.it ist eine Web 2.0-Enzyklopädie von allen für alle. Zu jedem Thema wollen wir eine möglichst kurze und verständliche Erklärung liefern. Angemeldete NutzerInnen können diese Erklärungen bewerten, eigene erstellen, neue Themen anlegen und Missbrauch melden“, so die Twick.it-„Väter“. Im Gegensatz zu Wikipedia können die Erklärungen aber nicht von anderen NutzerInnen editiert werden.
Besonders stolz sind die Twick.it-Initiatoren auf den so genannten Twick.it Tool Tip. Damit können WebmasterInnen und RedakteurInnen erklärungsbedürftige Begriffe auf ihrer Seite kennzeichnen. Diese werden automatisch in Links umgewandelt, sobald sie auf Twick.it erklärt werden. Fährt der/die LeserIn mit dem Mauszeiger über den Link, erscheint automatisch die zurzeit am besten bewertete Erklärung als Tool-Tip. Die zweite Funktion ist für wissenshungrige Website-LeserInnen noch interessanter: Wenn man die Alt-Taste gedrückt hält und ein beliebiges Wort mit der Maus markiert, durchsucht das Plug-in automatisch die Twick.it Datenbank. Bei einem Treffer öffnet sich ein Fenster mit der gesuchten Erklärung. So bekommt man genau die gesuchte Information – ohne das momentan geöffnete Browser-Fenster verlassen zu müssen.

Der Tool-Tip der Erklärmaschine funktioniert in jeder Sprache, in jedem Browser und in jeder Programmiersprache. Rein theoretisch kann die Maschine für jedes Wort im Web eine von Menschen erstellte und als gut bewertete Definition bereitstellen. Die Auswirkungen werden an folgendem Beispielsatz deutlich: „John Lennon war das Mastermind der Beatles.“ Woher soll der/die VerfasserIn wissen, über welchen Bestandteil dieses Satzes LeserInnen weiterführende Infos benötigen? Vielleicht haben sie noch nie etwas von dem Musiker„John Lennon“ gehört. Vielleicht wollen sie spontan wissen, was der Vorname „John“ bedeutet. Vielleicht interessiert sie, welche Musiker noch zu der Musikgruppe „The Beatles“ gehört haben oder sie können mit dem englischen Wort „Mastermind“ nichts anfangen. Mit der Markier-Funktion des Twick.it Tool-Tip müssen sich AutorInnen um diese Fragen nicht mehr sorgen. Die LeserInnen können selber entscheiden, was sie wissen wollen.
Fazit: Für LeserInnen, die kurze Erklärungen statt lange wissenschaftliche Beiträge suchen, ist die Erklärmaschine eine interessante Alternative zu Wikipedia, Brockhaus und Co.
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Kommentare
vielen Dank für den Beitrag über die Erklärmaschine. Oder um es mit einem Link zu sagen: http://twick.it/de/Danke
Viele Grüße nach Linz
Markus
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